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Teilabriss des Jugendhostels hat begonnen

3. August und 9. September 2022 - Es tut weh zu sehen, dass unser Jugendhostel in Kathmandu, welches vor 17 Jahren mit der Unterstützung vieler Spender*innen aufgebaut wurde, nun zum Teil abgerissen wird. Die Straße wird verbreitert und wie das in Nepal üblich ist, zahlt die Regierung eine Kompensation. Mitte Juli kam der Scheck und heute rückten die Abrissarbeiter an.

Gerade schickte und Ratna, unser Hostelwarden, noch fröhliche Fotos von einem bunten Ferienprogramm und eine Woche später kommt die Meldung, dass die Abrissarbeiten begonnen haben.

Wir berichteten bereits im Rundbrief 2021 und im Blogbeitrag vom 22. Februar über unsere Umbaupläne des Hostels, weil der Teilabriss drohte. Doch nun ist es tatsächlich so weit und die Bilder mit den klaffenden Löchern in der Wand und dem bevorstehenden Niedergang der mit großem Engagement eingerichteten Werkstätten fühlen sich wie eine schmerzhafte Wunde an. Die nepalesische Regierung zahlte uns ca. 65.000 Euro Kompensation, was die Abrisskosten und rund 25% der Baukosten für den zurückgesetzten Wiederaufbau des Gebäudeteils abdeckt.

Während die Mädchen im hinteren Teil des Gebäudekomplexes weiterhin wohnen können, sind die Jungen in einige angemietete Zimmer eines gegenüberliegenden Hauses eingezogen.

Die aktuellen Bilder von Anfang September zeigen, dass der vordere Teil des Gebäudes mittlerweile vollständig abgerissen ist. Leider sind damit auch die sanitären Anlagen verschwunden und für die Mädchen bleibt nun nur noch eine Toilette mit Waschmöglichkeit. Hier soll bald Abhilfe geschaffen werden.

Nun hoffen wir, dass dem Niedergang der baldige Wiederaufbau folgt, der vor allem den Jugendlichen eine gute Lebens- und Lernumgebung ermöglicht. Denn wie hat es Hermann Hesse in seinem Gedicht „Stufen“ so schön formuliert:

„… Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen…."

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