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Neuer Vorstand gewählt

Nachdem im letzten Jahr wegen der Corona-Pandemie eine außerplanmäßige Mitgliederversammlung online stattfand, trafen wir uns am 25. Juni 2022 zur regulären Versammlung, dieses Mal im Saalbau Gallus in Frankfurt am Main. Im Folgenden finden Sie einen verkürzten Bericht.

Begrüßung

Der Vorsitzende Alexander Schmidt eröffnet die 14. Mitgliederversammlung seit Gründung des Vereins am 26.11.1995, der nun seit 26 Jahren besteht. Er hieß alle herzlich willkommen und dankte allen Mitgliedern, Pat*innen, Spender*innen, ehrenamtlichen Helfer*innen und Vorstandsmitgliedern für die treue Unterstützung sowie die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Von den Kindern, Jugendlichen und Mitarbeiter*innen aus Nepal wurden Videos mit Dankesbotschaften gezeigt. Das Video aus dem Kinderdorf ist hier zu sehen. Die Grußworte von Alexanders Frau Laxmi wurden verlesen.

Bericht des Vorsitzenden Alexander Schmidt

Zu- und Abgänge

Seit der letzten Mitgliederversammlung am 19. Juni 2021 wurden 13 neue Kinder im Projekt aufgenommen. Im Kinderdorf leben derzeit 65 Kinder, davon etwas mehr Mädchen als Jungen. Weitere 15 Kinder können aufgenommen werden, sobald die behördlichen Genehmigungen für die Aufnahme vorliegen. 14 Kinder sind in diesem Jahr ins Jugendhostel umgezogen. Ein Junge hat das Projekt vorzeitig verlassen, da für ihn eine Familienreintegration möglich war.

Insgesamt haben in den vergangenen Jahren 109 Jugendliche das Projekt verlassen, einige auch in Form einer Familienrückführung. Viele sind verheiratet, sodass die FNH-Familie auch schon 16 Enkelkinder hat. Die Jugendlichen haben ihren Weg ins Leben gefunden und können für Ihren Lebensunterhalt sorgen. Drei der ehemaligen Jugendlichen, die hier in Deutschland leben, konnten mittlerweile als Mitglieder im FNH begrüßt werden.

Corona und Schule im Kinderdorf

Den Kindern geht es gut. Aktuell hat sich die Situation bezüglich der Corona-Pandemie entspannt und es gibt keinen Lockdown. Sämtliche Kinder über 12 Jahre und alle Mitarbeiter*innen sind geimpft. Der Schulunterricht läuft normal. Die Schule im Kinderdorf entwickelt sich sehr positiv und bietet derzeit den Unterricht bis zur 6. Klasse an. In den kommenden zwei Jahren ist die Ausweitung bis zur 8. Klasse geplant. Dafür werden zusätzliche Klassenräume benötigt. Es wird geprüft, inwieweit eine Aufstockung des Schulgebäudes sinnvoll ist. Für die Bauphase müsste die Photovoltaikanlage ab- bzw. danach wieder aufgebaut werden. Dazu wäre technische Unterstützung aus Deutschland notwendig.

Jugendhostel

Im Jugendhostel leben derzeit 20 Jugendliche. Die Workshops (Werkstätten für Elektrizität-, Holz- und Metallbearbeitung) werden rege genutzt und auch die CDN-Beratung zur Berufsfindung findet weiterhin statt. Besuche in Betrieben werden für die älteren Kinder bereits im Kinderdorf von Krishna, dem Kinderdorfbetreuer, organisiert. Ratna führt dies im Jugendhostel fort.

Ausbildung

30 Jugendliche befinden sich in der Phase ihrer dreijährigen Ausbildungsunterstützung. Davon erhalten neun Jugendliche die zusätzliche Förderung für eine fundierte Berufsausbildung in Höhe von bis zu 60.000 NR, welche grundsätzlich allen zusteht.

Das bei der letzten Mitgliederversammlung vorgestellte überarbeitete Ausbildungskonzept wird umgesetzt. Neu ist insbesondere das Angebot einer professionellen Berufsausbildung für die jeweils drei Besten eines Schuljahres. Dies läuft nun an und bietet die Möglichkeit, drei Jahre mit bis zu insgesamt 700.000 NR gefördert zu werden. Für ein Mädchen und einen Jungen wird bereits ein Studium in Nepal finanziert.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der FWHC beschäftigt 16 Vollzeit- und 5 Teilzeitmitarbeiter*innen (davon 12 Männer und 9 Frauen). Dazu kommen für die Schule 10 Lehrerinnen, der Schulleiter sowie eine Helferin. Die Löhne für die Beschäftigten werden regelmäßig an die Kostenentwicklung in Nepal angepasst. Darüber hinaus erhalten die Mitarbeiter*innen weitere Leistungen in den Bereichen medizinische Versorgung und Altersvorsorge. Zuletzt wurde ein Notfallfonds für außergewöhnliche Krankheitsfälle eingerichtet sowie die Zahlung einer Gratifikation beim Ausscheiden von Mitarbeiter*innen vereinbart.

Wirtschaftliche Lage in Nepal

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Nepal ist – wie auch in Europa – geprägt durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Preissteigerungen, u.a. bei Gas und Benzin/Diesel, sind deutlich spürbar.

Informationen aus dem Kernprojekt (Kinderdorf, Schule und Jugendhostel)

Kinderdorf und Schule

  • Einstufung des Projektes weiterhin in A-Kategorie (analog SOS-Kinderdorf)
  • Aufstockung der Kinderhäuser wurde umgesetzt: mehr Platz für die Hausmütter und Mädchen, die nun im oberen Stockwerk zusammenleben
  • Bohrung eines Tiefenbrunnens im Kinderdorf ist erfolgt; dadurch bessere Wasserversorgung
  • Pfadfinder*innengruppe des Kinderdorfs „Himali Scout Troop“ umfasst rund 34 Kinder und ist sehr aktiv, u.a. mit öffentlichkeitswirksamen Müllsammelaktionen rund ums Kinderdorf
  • 10 Kinder vom benachbarten Projekt „Child Welfare Association“ besuchen die Schule im Kinderdorf
  • 20 Schüler*innen aus Jharkot im Mustang-Distrikt (Projekt „Schule macht Schule“) werden künftig im Winter das Workshopgebäude bewohnen und für ihren Unterricht nutzen
  • Fortsetzung der Sexualaufklärung und Gewaltprävention anhand einiger Präsentationen von Dr. med. Fred Prünte, Durchführung von Trainings für Mitarbeiter*innen, Lehrer*innen und Kinder
  • gute Gesundheitssituation aufgrund regelmäßiger ärztlicher Untersuchungen und ausgewogener Ernährung
  • weiterhin gegenseitige Besuche und Aktionen mit Bewohner*innen eines Altenheims aus Pokhara
  • Fortführung der Spieltherapie für traumatisierte und verhaltensauffällige Kinder

Jugendhostel

  • berufliche Trainings neben dem Absolvieren des Abiturs sind Pflicht
  • Dokumentation und Nachhaltigkeit der 100 €-Projekte wird kontinuierlich verbessert
  • Wasserversorgung Jugendhostel in den Monaten März bis Mai ist nur durch den Kauf von Wasser zu gewährleisten
  • Einrichtung Multifunktionsraum im Jugendhostel ist erfolgt
  • Teilabriss des Jugendhostels wegen Verbreiterung der Straße rückt näher

Projekte und Unterstützungsmaßnahmen außerhalb des Kernprojektes

  • Unterstützung von 33 weiteren Kindern, die bei ihren Familien leben (13 Schulkinder-Stipendien in Pokhara und Kathmandu, 10 Schüler*innen im Dhailek Distrikt sowie 10 Schüler*innen im Parbat Distrikt)
  • Übernahme des Gehaltes eines Lehrers in Padgaunbeshi
  • Fertigstellung einer Schule im Parbat Distrikt und Bereitstellung finanzieller Mittel zur Anschaffung von Unterrichtsmaterial für eine Schule in Padgaunbeshi
  • Mitfinanzierung einer Schule im Dolpo
  • Beitrag zur Sanierung des Schuldaches der Shree Santa Secondary School in Bhakunde
  • Health Post und Dorfgemeinschaftshaus in Bhakunde erhalten finanzielle Unterstützung
  • Adharsha Saula School erhält ein zusätzliches Klassenzimmer und ein verbessertes Dach
  • Finanzielle Unterstützung des Projektes „Nepal House“ mit 45 Kindern
  • Gemeindehospital in Bhuka Tangle, Parbat-Distrikt: Aufstockung für Mitarbeiter-Wohn­raum ist erfolgt, Einrichtung steht noch aus
  • Nepal National Hospital erhält zwei Sauerstoffgeräte

Die externen Projekte wurden nahezu alle von Mitarbeiter*innen des FWHC oder von Alexander Schmidt persönlich besucht.

Bericht des Kassenwarts Marco Hanßmann

Anhand des Finanzberichts mit Grafiken und Erläuterungen erklärte Marco Hanßmann (Kassenwart des Freundeskreis Nepalhilfe e.V.) die wesentlichen Positionen auf der Einnahmen- und Ausgabenseite für den Berichtszeitraum 2020 und 2021 sowie ergänzend für das Jahr 2019.

Die Entwicklung der Patenschaften, Ausbildungsunterstützung und Spenden als regelmäßige Eingänge dokumentiert eine erfreuliche Stabilität und Kontinuität. Auch die Mitgliederanzahl hat sich weiter positiv entwickelt und lag Ende 2021 bei 363 Mitgliedern.

Nähere Informationen finden Sie auf unserer Seite Finanzen.

Grundsätzlich hat die sinnvolle und satzungsgemäße Verwendung der Spendengelder oberste Priorität bei dem Einsatz von Mitteln in Nepal. Dies stellt den FNH immer wieder vor die Herausforderung, passende Projekte auszuwählen. Dank des umfangreichen Netzwerkes, welches über die Jahre aufgebaut werden konnte, gelingt dies gut. Es bedarf allerdings auch einer kontinuierlichen Begleitung dieser Projekte vor Ort.

Neuwahl des Vorstands und Kassenprüfer*in

Die Mitglieder des in 2021 gewählten Vorstands stellten sich wieder zur Wahl und wurden einstim­mig in ihren Ämtern bestätigt. Als neue Beisitzer wurden Dr. Sabrina Hanßmann und Martin Kühlmann gewählt. Die nächste Mitgliederversammlung wird 2024 sein.

V.l.n.r.: Irmgard Schlaeger (Beisitzerin), Dr. Sabrina Hanßmann (Beisitzerin) mit Sohn Finn, Dr. Fred Prünte (Stellvertreter des Vorsitzenden), Ursula Herrmann (Beisitzerin), Monika Volz (Schriftführerin), Alexander Schmidt (Vorsitzender), Christiane Karsch (Beisitzerin), Michaela Jost (Beisitzerin), Martin Kühlmann (Beisitzer), Marco Hanßmann (Kassenwart)

Nicht abgebildet sind die gewählten Kassenprüfer*in Stefanie Herrmann und Uwe Friedrich.

Inoffizielles

Sehr gefreut hat uns, dass nach dem offiziellen Teil der Mitgliederversammlung einige Mitglieder, Bishal Adikari, Annette Schönherr, Michael Herbert und Martin Tischer, über bisherigen und zukünftigen Aktivitäten für den FNH berichteten.

Zum gemütlichen Beisammensein bei asiatischem Essen, Kaffee und Kuchen trafen noch weitere Gäste ein. Die fast familiäre Atmosphäre lud zum anregenden Austausch untereinander ein und die herzliche Wiedersehensfreude wirkte noch über das Treffen hinaus.

Anmerkung
Dieser Kurzbericht ist kein ”rechtsverbindliches” Protokoll der Mitgliederversammlung. Das vom Amtsgericht genehmigte Protokoll der Mitgliederversammlung erhalten die Mitglieder automatisch mit dem nächsten Rundbrief.

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