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Hike for a Better Life: Ein Kurzbericht

Vom 4. bis 16. März 2018 waren 14 Sponsorenwanderer aus NRW in Nepal. Unter dem Motto "Hike for a Better Life" starteten sie am 9. März zu einer 5-tägigen Sponsorenwanderung, die zum Ziel hatte, die Lebensbedingungen im Bergdorf Tangle im Parbat Disrikt zu verbessern. Damit wollen sie dazu beizutragen, dass weniger Menschen in die kollabierenden Großstädte Kathmandu und Pokhara abwandern. Die Aktion wurde vom Laden- und Messebauer teamtischer aus Moers initiiert, von Alexander Schmidt und seiner Frau Laxmi Gurung durchgeführt und vom FNH begleitet.

Die Gruppe, bestehend aus 12 Männern und 2 Frauen, die noch nie zuvor in Nepal waren, verbrachten die ersten Tage mit Sightseeing in Kathmandu und Pokhara. Sehr beeindruckt waren sie von unserem Youth Hostel und unserem Kinderdorf, die natürlich auch auf der Besichtigungsliste standen. "Im Gegensatz zu dem sonstigen Staub und Dreck in den Großstädten waren das echte Oasen der Ruhe und Sauberkeit.", sagt Martin Gabrys, der die Gruppe seitens teamtischer betreute.

Nachdem sich alle einigermaßen akklimatisiert hatten - es war Anfang März schon sehr warm in Nepal - startete die Gruppe am 9. März um 7 Uhr mit dem Bus zum Ausgangspunkt der Treckingtour: Beni auf 870 m Höhe. Auf dem Weg dorthin besichtigten sie noch die längste (440 m) höchste (200 m über dem Fluss) Hängebrücke Nepals. Nach einem stärkenden Mittagessen wand sich die erste Etappe direkt 450 m über Treppen steil nach oben. Auf 1550 Höhenmetern übernachtete die Gruppe zum ersten Mal bei Einheimischen des Dorfes Banskharka, das sich in den letzten Jahren schon auf touristische Wanderer eingestellt hat.

Begleitet wurde die Gruppe übrigens von 12 Trägern und einem Koch, der jeden Mittag ein leckeres Picknick zauberte. Schließlich kostete das stetige Auf und Ab viel Energie. Leider schlug das Wetter um, und der traumhafte Ausblick auf den Achttausender Dhaulagiri blieb den Teilnehmern verwehrt. Nach noch zwei weiteren Übernachtungen in Bergdörfern, die nur zu Fuß zu erreichen sind, erreichte die Gruppe ihr Ziel: Das fernab gelegene Dorf Tangle auf 1960 m Höhe. Hier leben rund 200 Einwohner auf 45 Häuser verteilt und die Zeit scheint seit Jahrhunderten stehengeblieben zu sein. Nach dem Erdbeben ist die Hilfe bis hierhin nicht vorgedrungen. Deshalb hat die Dorfbevölkerung selbst angepackt und man sieht kaum noch ein verfallenes Gebäude. Eine Schule haben sie ebenfalls aus eigenen Mitteln gebaut. Doch es mangelt an der Ausstattung für die Schule, an einem Dorfgemeinschaftshaus vor allem für die Jugendlichen und an einer guten Wasserversorgung.

Als die Sponsorenwanderer in Tangle eintrafen wurden sie nahezu von der gesamten Dorfbevölkerung herzlich mit Gesang und Tanz empfangen, wie übrigens in jedem Dorf, wo sie übernachteten. In äußert primitiven Unterkünften der Einheimischen bezog die Gruppe Quartier. Es war ein tolles Miteinander, trotz der sprachlichen Barrieren.

Der FNH hatte über seinen nepalesischen Partnerverein FWHC schon einmal die ersten Aktivitäten in Tangle angestoßen. Für die Schule waren Stühle, Regale, Bodensitzkissen, Bodenbeläge, 3 Laptops, eine Kinderwippe, Badminton-Sets und Schreibmaterial beschafft und in den Ort transportiert worden. Ein Bauingenieur, der ebenfalls vor Ort war, erklärte den Sponsorenwanderern den geplanten Bau des Dorfgemeinschaftshauses und die Bevölkerung - vor allem die Frauen - gruben einen Graben für die Wasserleitungen. Denn die Bedingung für die Unterstützung war, dass sich die Dorfgemeinschaft selber an der Verbesserung der Infrastruktur beteiligt. 

Tief beeindruckt, gesund, kaputt und dreckig - es gab keine Dusche in den Bergdörfern - kehrten die Teilnehmer von diesem Erlebnis in ihr Hotel in Pokhara zurück. Über 50.000 Euro haben sie für Tangle erwandert! Wir freuen uns, dass diese Aktion unser Bemühen um die Verbesserung der Lebensbedingungen in den Bergdörfern unterstützt, um die Abwanderung in die Großstädte zu vermeiden. 

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