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Zweite Begegnung: Zurück nach 18 Jahren

Aufregung, Tränen...ein Meer von Emotionen...nichts ist wieder zuerkennen. Einzig die Berge und die „Peace Pagoda“ scheinen beständig zu sein und erinnern mich an meine Zeit als Volunteer im Kinderdorf des FNH - vor 18 Jahren noch in Matepani.

Reisen heißt loszulassen und zu vertrauen. So vertraue ich darauf, dass ich das sich damals noch im Rohbau befindliche Kinderdorf in Bhakunde finden werde. Ich hatte mich einfach auf den Weg gemacht. Es hieß die Hauptstraße entlang, also lief ich los.

Nach mehrmaligem Fragen stand ich nun vor dem Schild „Forum for the Welfare of Himalayan Children“. Tränen der Freude, der Unsicherheit, was und wer mich wohl erwarten würde, überkamen mich. Ich schreite durch den „Torbogen“ und da liegt es vor mir: ein wunderschönes Kinderdorf. Ich höre das Lachen und die Stimmen der Kinder. Sogleich werde ich empfangen und gefragt, wer ich denn bin, und ich erzähle meine Geschichte. Ich habe Glück, denn gerade heute kommt Alex mit seiner Gruppe an. Im Kinderdorf werden besondere Vorkehrungen getroffen und ich werde herzlich dazu eingeladen. Es wird ein wunderschöner Tag mit den Kindern und der Gruppe: Vorführungen, aber auch gemeinsame Aktivitäten, wie Fußball spielen, stehen auf der Tagesordnung. Tatsächlich treffe ich noch auf „alte“ Bekannte, im wahrsten Sinne des Wortes. Kamal lacht nur als er ein Foto von uns vor 18 Jahren sieht und sagt: Jetzt sehe ich erst, wie alt ich geworden bin. Er ist nun Direktor und hat die Schule voll im Griff. Krishna (links im Bild), einer "meiner Kinder“ von damals, treffe ich ebenfalls. Er hat jetzt selber Kinder. Kinder, Kinder, wie die Zeit vergeht.

Ich beschließe, ein paar Tage im Gästehaus zu verbringen. Ingrid, die ein „teacher's training“ für die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule gibt, hat mich unter ihre Fittiche genommen, und mich interessiert ihre Arbeit. Zudem wollte ich noch Monika Volz (FNH Vorstand) persönlich kennenlernen, die ich bisher nur über E-Mail Kontakt kannte. Ich begegne zwei Frauen, die mich sehr beeindrucken: Ihr Leuchten in den Augen, das einfach ansteckt. Sie sind leidenschaftlich bei dem, was sie tun. Und was sie tun ist eine tolle Arbeit! Alex, der alles im Griff zu haben scheint mit seiner ruhigen Art, ist wie ein Fels in der Brandung. Diese Menschen, die seit über 20 Jahren beharrlich an der Entwicklung arbeiten, sind mit ein Grund, warum das Kinderdorf das ist, was es ist.

Man muss das Dorf und die Kinder selber erleben, um zu erfahren, was ich meine. Nepal ist immer eine Reise wert und das Kinderdorf ein Beweis dafür, dass es sich lohnt zu helfen. Das Lachen der Kinder zu sehen und zu hören, trotz ihrer traurigen Herkunftsgeschichte. Alle Beteiligten helfen für eine gute Sache, direkt oder indirekt. Ich werde wiederkommen und diesmal dauert es hoffentlich keine 18 Jahre mehr.

Melanie Hempel, Tübingen

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