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Erste Hilfe, Hygiene und Sexualkunde im Kinderdorf

30. März 2017 - Saskia Riedel ist eine frischgebackene Ärztin aus Leipzig. Vom 28. Februar bis 18. März 2017 hat sie unsere Betreuer und Lehrer im Kinderdorf zu Ersthelfern ausgebildet - was wichtig ist, da wir keinen Gesundheitsassistenten mehr haben - und den Kindern Hygienekurse gegeben sowie die Älteren in Sexualkunde unterrichtet. Im Folgenden berichtet sie über ihren Einsatz. Im Rundbrief 2017 wird ein längerer Bericht folgen.

Meine Eindrücke als freiwillige Ärztin im Kinderdorf

von Saskia Riedel, Leipzig

Nach einem kurzen Flug von Kathmandu nach Pokhara mit klarer Sicht und einer sehr holprigen Taxifahrt entlang des Fewa-Sees kam ich am letzten Tag des Februars im Kinderdorf Bhakunde an. Ich wollte mein frisch erworbenes Wissen nutzen, um als Freiwillige im Kinderdorf hilfreiche Kurse zu halten. Nach einigen Tagen des Kennenlernens in den einzelnen Häusern, in denen ich mehr als herzlich aufgenommen wurde und die Kinder kennenlernen konnte, veranstaltete ich schließlich mithilfe von Rishi, dem Kinderdorforganisator, die geplanten Erste-Hilfe- und Hygiene-Kurse.

Erste-Hilfe-Training Belegschaft KinderdorfWährend der Erste-Hilfe-Kurse versuchte ich den Lehrern und der Belegschaft in praktikablem Englisch und mithilfe von vielen Übungen die Grundlagen der Ersten Hilfe beizubringen. Hier bekamen diejenigen mit schlechteren Englischkenntnissen Übersetzungen von Rishi. Für besonderen Spaß sorgte die Übung zur stabilen Seitenlage. Alle mussten ran, auch wenn sich einige sehr zierten.

Auch eine „personal health“-Stunde mit den Kindern der verschiedenen Altersstufen hat viel Spaß gemacht. Nachdem ich mit den Kindern die Relevanz des Zähneputzens, der Körperpflege und des regelmäßigen Händewaschens wiederholt hatte, wurde Jedem hartnäckig abzuwaschende Farbe auf die Hände geschmiert, die dann – natürlich – wieder mit Seife abgerubbelt werden musste.

Sexualkunde Unterricht KinderdorfAm Ende meiner Zeit im Kinderdorf fand schließlich noch Sexualkundeunterricht getrennt für Jungen und Mädchen der Klassen 6 bis 8 statt. Ich versuchte den Heranwachsenden nicht nur die physischen Veränderungen in der Pubertät, sondern auch den Umgang in einer Paarbeziehung und das emotionale Wirrwarr in dieser Zeit voller Veränderungen nahe zu bringen. Natürlich konnte die Lektion „Wie entsteht ein Kind?“ nicht ausgelassen werden. Zu meiner Erleichterung waren meine Zuhörer mehr interessiert als peinlich berührt, wobei natürlich auch teilweise Verlegenheit zu spüren war.

Der schon bald folgende Abschied war sehr ergreifend. Alle Kinder brachten Blumen und übergaben sie schüchtern in meine Hände. Ich habe Freunde gefunden, Menschen, die von einer Herzlichkeit erfüllt sind, die ich noch nirgendwo anders erleben durfte. Danke für diese wunderbaren Erfahrungen.

Saskia Riedel im Kinderdorf

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