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Die Geschichte von Chhabi lal Gurung

07. Juli 2016 - „Es war einmal...“ So fangen Märchen an wie etwa das von Aschenputtel. Doch so könnte auch die Geschichte von dem behinderten Jungen Chhabi lal Gurung beginnen.

Als Alexander Schmidt im Herbst 2015 auf einer seiner Bergtouren mit einer deutschen Reisegruppe mal wieder nach Singdi – die Bergdorf-Siedlung, die wir bei Infrastrukturprojekten unterstützen und so dafür sorgen, dass die jungen Menschen nicht in die Stadt ziehen – kam, rastete die Gruppe im Schatten eines Pipalbaums auf einem kleinen Dorfplatz. Da Alex die nepalesische Sprache spricht, wurde er durch Zufall Zeuge eines Gesprächs unter Dorfbewohnern. Eine Frau unterhielt sich mit einer anderen über einen Jungen im Stall. Alex fragte die Frauen, was es mit dem Jungen im Stall auf sich habe und bekam die Antwort, dass sie nicht genau wüssten, ob es nur ein Gerücht wäre. Wo der Stall mit dem Jungen sei, wäre ihnen nicht bekannt. Das machte Alex misstrauisch und er forschte weiter nach.

Chhabi lal GurungLeider wurde er tatsächlich fündig. Der ca. 12-jährige behinderte Chhabi lal Gurung hauste wie ein Tier im Stall und bekam keinerlei Aufmerksamkeit seitens seiner Familie. In Nepal sind Körperbehinderungen jeglicher Art nicht nur ein Stigma, sondern auch eine echte Behinderung für die Familie, da gehandicapte Kinder nur Geld kosten und keines einbringen. Alex trug den völlig verdreckten Jungen, dessen Gliedmaßen so verkümmert waren, dass er sich nicht eigenständig bewegen konnte, zur Krankenstation. Dort wurde er notdürftig versorgt. Eine Familie kümmerte sich um den armen Jungen, bis er einigermaßen zu Kräften gekommen war und den Transport nach Pokhara überstand.

Tanka, Leiter unseres Kinderdorfs, hatte Chhabi unter seine Obhut genommen und sorgte für alle Formalitäten und die Überführung zu einer Frau, die ihn bei sich aufnahm und sich intensiv um ihn kümmerte, finanziert vom FNH. Die Tibeterin Wangmo Tshering versorgte den armen Jungen sehr liebevoll und gut. Er kann mittlerweile schon alleine stehen und macht jetzt einen richtig glücklichen Eindruck. Seit März 2016 ist Chhabi in einer Behinderteneinrichtung in Kathmandu, die unser Freund und Förderer Dr. Fred Prünte ebenfalls unterstützt und regelmäßig besucht. „... und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“ Wie gut, dass Alex zur rechten Zeit am rechten Ort war und Chhabi so das Leben rettete.

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