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20. Geburtstag des FNH und FWHC

20 LuftballonsAm 12. Oktober findet die Feier zum 20-jährigen Bestehen des deutschen „Freundeskreis Nepalhilfe“ (FNH) und des nepalesischen „Forum fort he Welfare of Himalayan Children“ (FWHC) in Pokhara statt. Alexander Schmidt und Raj Kumar Shrestha gründeten als damals Anfang 20-Jährige den deutschen und nepalesischen Verein und starteten mit 15 Waisenkindern in einem angemieteten Haus. Wenn wir, teamtischer, schon einmal hier sind, lassen wir uns die Feierlichkeiten natürlich nicht entgehen. Wir haben gehört, dass die Nepali richtig gut feiern können. Das wollen wir sehen!

Waterfront HotelAlso startet am 11.10. das Alpha-Team von teamtischer mit Buddha Air von Kathmandu nach Pokhara. Nachdem wir aus dem kleinen Flugzeug gestiegen sind, fällt als erstes auf, dass es hier viel wärmer ist, die Luftfeuchtigkeit höher und die Luft besser. Nach den Jugendherbergs-ähnlichen Zuständen im Hostel ist das hier gebuchte Hotel mit Swimming Pool, am Fewa See gelegen, eine wahre Luxusherberge.

Wir beschließen Fahrräder in Pokhara zu mieten und damit ins 5 km entfernte Bhakunde zum Children’s Village zu radeln. Allein die Anmietung der Räder für 11 Personen dauert rund eine Stunde, denn durch die Benzinknappheit und die hohen Taxipreise, ist der Drahtesel zu einem beliebten Fortbewegungsmittel geworden. Rund 40 min. fahren wir über die holprige Straße am See entlang und sind froh einigermaßen gute Mountainbikes zu haben.

Grundschule CVAls wir dann schließlich durch’s Tor des Kinderdorfes radeln ist die Begrüßungsfreude der Mitarbeiter und Kinder groß. Alles ist fein rausgeputzt und toll geschmückt für den nächsten Tag. Die Generalprobe ist in vollem Gange. Wir werden von Haus zu Haus geführt und Kamal, der Schulleiter der Grundschule, zeigt uns stolz die Klassenräume und die Photovoltaik-Anlage. In Haus D bekommen wir einen selbst angebauten Lemongras-Tea und in Haus A eine leckere Zwischenmahlzeit aus Nudeln und Gemüse. Nach umfangreichem Handarbeitenkauf im Kinderdorf eigenen Handicraft-Shop, machen wir uns auf den Rückweg um rechtzeitig vor der Dunkelheit – um 18 Uhr ist es bereits stockduster –  wieder in Pokhara anzukommen.

BetateamDer nächste Tag beginnt mit der freudigen Begrüßung des teamtischer Beta-Teams, bestehend aus Sven, Domenico, Andreas, Anna und Sergej (v.l.n.r.), das am Vorabend in Kathmandu angekommen war und mit dem ersten Flieger am nächsten Morgen nach Pokhara startete. Mit vielen weiteren Gästen aus Deutschland werden wir vom Kinderdorf-Bus zur Feier gebracht. Drei Stunden dauert das offizielle Programm mit geladenen Gästen aus der öffentlichen Verwaltung, wie etwa der Bürgermeister von Pokhara und Vertreter des Jugendamtes. Einige hatten wegen des Benzinmangels ihre Teilnahme abgesagt. Besonderen Anklang finden die Reden von Jeenita, einer ehemaligen „Bewohnerin“ des Kinderdorfes, die eindrücklich und bewegend in Englisch darstellt, was ihr das Aufwachsen im Children’s Village bedeutet hat, und von Alexander Schmidt, dem Initiator und Gründer der Idee, der die Entstehung noch einmal beschreibt. Die Kinder runden mit ihren professionellen Tanz-, Gesangs- und Karatebeiträgen zur Abrundung des Programms bei. Was für eine tolle Leistung der dafür verantwortlichen Lehrer und Hausmütter! Die Bilder sprechen für sich...

DSC01787DSC01849CV Icha GesangDSC02044DSC02070DSC02100

CV FotoaktionIn einem anderen Zelt gibt es leckeres Dhal Bat und weitere Köstlichkeiten und kaum sind die Teller leergeputzt, wartet schon der nächste Programmpunkt. Wir haben typisch deutsche Kostüme mitgebracht, mit denen wir nun mit den Kindern vor eine Polaroid-Kamera treten. Das entstandene Bild drücken wir den Kindern in die Hand, die erst einmal ganz traurig und richtig „no picture“ bemerken. Doch schnell ist erklärt, dass sie nur ein wenig warten müssen bis das Picture kommt. Warten gehört in Nepal zum Alltag, es fällt den Kindern also nicht schwer und die Freude ist groß als schließlich das Bild erscheint. So entstehen viele bunte Bildern mit einem bayrischen Trachtenpärchen, mit Bergleuten, Fischern, Fußballern und Clowns, die bald an Wäscheklammern in einem bunten Rahmen hängen. Die roten Nasen für die Kindern tragen natürlich auch dazu bei.

Zum Luftholen bleibt kaum Platz, denn wir werden schon wieder zur großen Bühne gebeten, wo das Abendprogramm beginnt, das aus einem bunten Potpourri gestaltet von allen Kindern, Lehrern und Hausmüttern besteht. Von Tanz über Gesang, Gitarrenspiel und Schauspielerei ist alles dabei. Der Abend vergeht viel zu schnell und um 21 Uhr verlässt schließlich unser Bus das festliche Kinderdorf mit tief beeindruckten Gästen. Allen Widrigkeiten zum Trotz war das eine richtig tolle Feier!